Ein frei verkäufliches Rauschmittel, das häufig in seiner Wirksamkeit und im Gefahrenpotenzial unterschätzt wird. Es wächst auf vielen Terrassen im Sommer.
halluzinogen mit Realitätsverlust, Stimmungsschwankungen mit Gewaltausbrüchen möglich, Amnesie, Halluzinationen (können bis zu 3 Tage andauern), Dämmerschlaf
Wirkungsweise
mydriatisch (pupillenerweiternd) tachykard (Herzfrequenzbeschleunigung), Parasympatikusblockade, antagonistisch am Muscarinrezeptor
Konsumform
Rauchen, Teezubereitung, Einnahme, als Pulver hochwirksam, Aufnahme des Wirkstoffes über alle Schleimhäute möglich
Symptome
säuerlicher Geschmack im trockenen Mund, Schluckbeschwerden, Pupillenerweiterung, Stimmungsschwankungen, Delirium, heisere Sprache, heiße und trockene Haut
Gefahren
wird häufig als „Date-Rape-Drug“ eingesetzt, um Opfer gefügig und absolut willenlos zu machen, in Südamerika als Pulver zum Anpusten von Opfern, die dann bei vollem Bewusstsein ihr Bankkonto abräumen; bei Überdosierung Vergiftungsgefahr mit tödlichem Verlauf (z.B. nach Herzkammerflimmern)
Gegenmittel
in ärztlicher Behandlung Physostigmin als Parasympaticusverstärkung
in der Natur Zuführung von Muscarin/Mustizin (Amanita