Manchmal denkst du, "Schlimmer geht nimmer" - aber dann kommt der Söderclan mit seinen Hangarounds daher und haut nen Code in die Cloud, dass die Heide wackelt. Worum geht es?

Der Untergang des Abendlandes droht, nicht weniger, zumindest, wenn man dem Obersöder glaubt. Die Linke hat es doch glatt gewagt, in Berlin bei der Senatswahl 25% zu holen. Was fällt denen ein. Es wird (mal wieder) mit Geldentzug (Länderfinanzausgleich) gedroht, gepoltert, beleidigt ... man kennt das ja. Und weil die CSU so unglaublich technikaffin ist, hat man gleich mal fix ein Astro-CMS aufgesetzt (bezahlt eigentlich die Staatskanzlei die Agentur, die sowas macht?), mit dem man nun Linkenbashing betreibt. Grundtenor: "Alles Kacke, die wollen der Omi ihr klein Häuschen wegnehmen!" Laut Impressum handelt es sich um eine Domäne der CSU. Man darf im Impressum übrigens gern eine Steuernummer angeben, erst recht, wenn man mit der Website Spenden einsammelt, Herrschaften. Btw.: Ja, diese Website (Screenshot) ist echt!

Nun, das alles ist ja nichts Neues. Dass in der Union der Umgang mit Fakten eher ziemlich intuitiv läuft, kennt man. Interessant jedoch an dieser Schmähseite ist der Punkt, der sich mit Sexarbeit und Rauschmittelbenutzuung befasst. Die CSU titelt mit einem kleinen Bildchen, das möglicherweise eine Medikamentenkapsel darstellen soll: "Berlin als Prostituierten-Paradies und Deutschlands Drogen-Eldorado". Ja, so kennen wir die südländischen Ethanolfreunde: Immer nett, fachlich qualifiziert und empathisch. Screenshot (keine-berliner-verhältnisse[dot]de, gesehen am 24.09.2026; 20:00h):

Weiter dichtet man unter Berufung auf das Wahlprogramm der Berliner Linken (Seitenzahlen in Klammern):
"Vollkommen wahnsinnig: Für die Prostitution in Berlin will die Linke eigene „Verrichtungsboxen“ aufbauen (S. 215), nicht-binäre Sexarbeiter sollen eigene Drogenkonsumräume erhalten (S. 215). Cannabis-Anbauvereine sollen staatliche Betreuungsangebote erhalten (S. 145 ) und für Crackjunkies will die Linke eigene Inhalationsräume einrichten (S. 145)."
Wir alle wissen natürlich, dass die hochmoralisch orientierten, unantastbaren Politiker der Union NIEMALS die Dienste von Sexarbeiter*innen nutzen würden, zumindest nicht in Verrichtungsboxen, denn wozu gibt es Hotels und Spesenabrechnungen? Aber was da in Bezug auf Rauschmittelkonsumenten steht, ist - höflich ausgedrückt - eine diskriminierende Scheiße vor dem Herrn!
Dass man in Bayern die CAV hasst, weil die kein Bier brauen, ist bekannt, deswegen wird in Söderland auch kein Bundesgesetz (KCanG) umgesetzt und Konsumenten werden maximal drangsaliert. Hat der Bergfürst von komischen Gnaden ja auch so angekündigt. Alles, was nicht säuft, ist gleichmal ein "Junkie" und muss aus dem Stadtbild entfernt werden.
Es mutet schon etwas ulkig an, wenn eine CDU/CSU Union sich hier als Hüterin des Heilgen Grals der Enthaltsamkeit aufspielt, während ihre Funktionsträger mit Koks erwischt werden, im Drogenrausch mit ihrem Fahrzeug Menschen verletzen und gar töten. Letztere Rauschtäter werden dann u.u. noch Minister im Land der Lederhosen. Mehr Doppelmoral geht eigentlich gar nicht, oder?
Allen Menschen, die Rauschmittel - warum auch immer - konsumieren, sei gesagt: DAS WIRD SICH ÄNDERN. Politiker, die Wasser predigen und (im Wortsinn) Wein saufen, werden abgewählt, in den Ruhestand versetzt. Da können sie dann ihre Pension versaufen oder verkoksen oder ver-was-auch-immern.